sebastian scholze

sebastian scholze

Windows als Gast unter eisXen

schlotze 26. May 2010 eisfair

Windows-Gast einrichten

1. Eine Datei /etc/xen/xmwindows anlegen mit folgendem Inhalt:

 kernel = '/usr/lib/xen/boot/hvmloader'
 builder='hvm'
 memory = 256
 name = "windows"
 vif = [ 'type=ioemu, bridge=xenbr0' ]
 disk = [ 'file:/data/xen/images/windows.disk,ioemu:hda,w', 'phy:/dev/cdrom,hdb:cdrom,r' ]
 device_model = '/usr/lib/xen/bin/qemu-dm'
 # boot on floppy (a), hard disk (c) or CD-ROM (d)
 boot='d'
 sdl=0
 vnc=1
 vncviewer=0
 stdvga=0
 #serial='pty'
 ne2000=0
 audio=0
 on_poweroff = 'preserve'
 on_reboot = 'preserve'
 on_crash = 'preserve'

Die führenden Blanks der obigen Zeilen bitte nicht mit reinschreiben!

2. Eine Datei /data/xen/images/windows.disk anlegen mit folgendem Befehl:
   dd if=/dev/zero bs=1M seek=XXXX count=1 of=/data/xen/images/windows.disk

wobei XXXX die Größe der virtuellen Disk in Megabyte angibt.

Beispiel für 10 GB, also 10000 MB:

   dd if=/dev/zero bs=1M seek=10000 count=1 of=/data/xen/images/windows.disk

3. Windows-Installations-CD einlegen

4. Domain starten mit

   xm create xmwindows

5. Mittels VNC-Client (zum Beispiel von beliebigem Windows-PC im Netz) auf eisXen (Standard-Port 5900) verbinden.

Wenn alles geklappt hat, sieht man nun die Windows-Console.

Nun kann man den Windows-Installationsanweisungen folgen.

6. Wenn Windows neu starten will, also von Festplatte, wird die Windows-Console nicht geschlossen, sondern hängt erstmal. Das ist Absicht, damit man im Fehlerfall überhaupt was sieht, z.B. Beim Booten von CD.

Deshalb muss man nun die Domain abschießen mit:

    xm destroy windows

7. Die Datei /etc/xen/xmwindows modifizieren:

 boot='c'
 on_poweroff = 'destroy'
 on_reboot = 'restart'
 on_crash = 'restart'

Also genau obige Zeilen ersetzen!

8. Domain neu starten mit

   xm create xmwindows

Windows wird nun von der virtuellen Festplatte gestartet und die Windows-Installation wird fortgesetzt und irgendwann abgeschlossen, wie man sich mittels VNC-Client überzeugen kann.

Wenn schlußendlich Windows heruntergefahren wird, wird die Domain auch komplett geschlossen (und damit auch der VNC-Client) – wie gewünscht.

9. Wenn die Windows-DomU automatisch beim Boot von eisxen gestartet werden soll, ist noch folgender Befehl auf
der eisXen-Console einzugeben:

ln -f /etc/xen/xmwindows /etc/xen/auto/xmwindows

Damit ist die Windows-Installation unter eisXen abgeschlossen.

Man kann anschließend auch über das eisfair-Setup die Domain neu starten.

WICHTIG!

  • Das Ganze funktioniert nur mit den neuen INTEL-VT- oder AMD-V Prozessoren!
    Getestet nur mit eisXen Beta2, nicht mit Beta3!
  • Man sollte nicht versuchen, über das eisXen-Menü die Parameter zur Domain zu ändern, dabei wird die Datei xmwindows garantiert funktionsuntüchtig! Deshalb raten wir, die Datei xmwindows unter /etc/xen zu sichern.
  • Shutdown der domU über das eisXen-Menü bewirkt harten Abschuß, keinen geordneten Shutdown! Stattdessen muss man über das VNC Windows auf dem herkömmlichen Wege herunterfahren.
  • Man sollte damit auch andere Betriebssysteme, die nicht an Xen angepasst sind, installieren können. Zum Beispiel ein ganz normales eisfair.
  • Für weitere Maschinen sollte man alle obigen Vorkommnisse des Wörtchens ‘windows’ in der Xen-Konfigurationsdatei nebst den Dateinamen selbst durch einen anderen Namen ersetzen, z.B. winxp.

Der HVM-Support (also für den Betrieb von Windows und anderen Betriebssystemen unter eisXen) wird in die nächste Version von eisXen integriert, damit dieser standardmäßig dabei ist.